Was sind die wichtigsten Operationsmethoden?
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Offene Operation (herkömmliche Methode): Über einen Schnitt in der Leiste müssen zunächst die gesunden Gewebeschichten durchtrennt werden, bis das „Loch“ in der Tiefe freigelegt ist. Dann wird der Bruch mit kräftigen Knoten zugezogen (Shouldice) oder es wird ein Kunstnetz um Samenleiter und Hodengefäße gewickelt und so auf das „Loch“ genäht (Lichtenstein). Oft wird zusätzlich ein weiteres Netz zusammengerollt und direkt in das „Loch“ gestopft (Plug and Patch). Belastet werden kann die Wunde erst nach einigen Wochen. Problem: Das „Loch“ darf auf keinen Fall verschlossen, es darf nur eingeengt werden. Denn hier laufen alle wichtigen Strukturen für den Hoden hindurch! Wird es zu eng, entstehen Schmerzen und der Hoden geht zu Grunde. Wird es zu weit, entwickelt sich erneut ein Bruch. |
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Schlüssellochoperation (einschl. Roboter-Chirurgie): Über kleine äußere Schnitte und einer Kamera wird der Bruch von „innen“ angegangen. Dazu muss allerdings das Bauchfell zwischen den Darmschlingen erheblich weiter aufgeschnitten werden als bei der offenen Technik. Ein Kunststoffnetz wird dann auch hier um Samenleiter und Hodengefäße gewickelt – nur von innen. Statt mit Nähten erfolgt die Verankerung im Gewebe mit Metalltackern. Abschließend muss das eröffnete Bauchfell mit Metalltackern oder Nähten wieder verschlossen werden. Problem: Die Operation kann den Darm gefährden. Die Umwicklung der Samenleiter und Hodengefäße darf auch hier nicht zu eng und nicht zu weit sein. |
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Sandwich-Operation (minimal-invasive Methode): Für den Eingriff wird ein natürlich vorhandener, feiner Gewebespalt in der Bauchwand genutzt: Statt gesundes Gewebe zu zerschneiden, werden in diesen Spalt eine Mikrokamera eingeführt und der Leistenbruch aufgesucht. Alle Schichten bleiben heil - die Äußeren und die Inneren. Dann wird ein dünnes Netz ganz glatt eingezogen. Die Schichten klappen zu und der Körper fixiert das Netz von ganz allein – Knoten oder Metalltacker sind nicht mehr erforderlich. Die Leiste ist von Anfang an schmerzfrei, weil nichts zerschnitten wurde. Und: der Patient kann sofort vollbelasten!
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