Was eigentlich ist ein Leistenbruch?
Ein Leistenbruch entsteht, wenn die Leiste einer Belastung oder Beanspruchung nicht mehr standhalten kann. Was die Ärzte mit „hernia inguinalis“ bezeichnen, ist ein „Aufreißen“ oder „Aufbrechen“ des Bindegewebes. Das Problem: Ist die Festigkeit des Gewebes erst einmal verloren, entsteht nach und nach ein regelrechtes „Loch“ in der Bauchwand, durch das sich Fett-und Darmanteile hindurchzwängen. Solange dabei keine Nerven eingeklemmt sind, entstehen kaum Schmerzen: Patienten bemerken einen Leistenbruch oft erst, wenn sie im Stehen eine kleine Beule in der Leiste erkennen.
Was sind die Ursachen?
Zwar gibt es seltene Stoffwechselerkrankungen, die zu einer ungewünschten Nachgiebigkeit des Bindegewebes führen; in der Regel aber sind Störungen in der Anatomie der Muskeln und Bänder der Grund, dass die Leiste nicht ausreichend geschützt wird. Liegt zusätzlich eine sogenannte Bindegewebsschwäche vor, erhöht sich das Risiko deutlich. Auch können durch vorangegangene Operationen die Schutzreflexe der Bauchwand unterbrochen worden sein, so dass Druckbelastungen nicht mehr rechtzeitig abgefangen werden können.


