Sind Spezialisten für Leistenbruch-Operationen notwendig?

Zwar ist die Leistenbruchoperation eine der häufigsten chirurgischen Eingriffe; trotzdem sind die Resultate nicht immer zufriedenstellend. Studien belegen, dass in Deutschland über 10 % der Patienten nach einer Operation erneut einen Bruch erleiden; viele haben Schmerzen durch eingeklemmte Nerven. Von daher gilt: Für die Operation müssen Spezialisten aufgesucht werden. Und zwar ohne Wenn und Aber. Entscheidend ist, dass für jeden Patienten das für ihn beste Therapiekonzept gewählt wird: Jeder Mensch bringt eine individuelle Konstitution und individuelle Risiken mit. Wie wichtig es ist, dass solche Voraussetzungen in die Therapie einfließen, zeigen die Ergebnisse: beim „minimal-invasiven Sandwich-Verfahren“ treten Wiederholungsbrüche bei unter 0,5 % (!) der Patienten auf.

Bin ich zu alt für das Sandwichverfahren?

Natürliche Veränderungen des Organismus, aber auch Erkrankungen von Herz und Stoffwechsel vermindern die Leistungs- und Belastungsfähigkeit. Durch die geschickte Auswahl spezieller Narkose- und Operationsverfahren können solche altersbedingten Voraussetzungen jedoch bestens aufgefangen werden. So werden heute auch Patienten über 70 Jahre sicher durch die Operation geführt und können nach kurzer Zeit ihre gewohnte Aktivität wieder aufnehmen.


Der  Leistenbruch
Privatdozent Dr. med. Eckhard Löhde


Junge Menschen, ältere Menschen, gemütliche oder sportliche Naturen: Entscheidend ist, dass für jeden Patienten das für ihn passende Therapiekonzept ausgewählt wird.